Die
Armenische Republik, die nach dem Zerfall der ehemaligen Sowjetunion,
am 23. September 1991 seine Unabhängigkeit ausrief, hat
die Behauptungen über angeblichen Völkermord der
Türken an Armeniern zu einer Staatspolitik gemacht. Mit
dem Image eines ungerecht und grausam behandelten Volkes versuchen
Armenier bestimmte Länder, vor allem die USA und Frankreich
sowie internationale Institutionen, für ihre Sache zu
gewinnen.
Sie
verfolgen die Politik, durch Annahme und Zustimmung der Behauptungen
über Völkermord an Armeniern, eine hohe Summe an
Entschädigung von der Türkei einzukassieren und
durch die Abtretung der angeblichen armenischen Territorien
innerhalb der Landesgrenzen der Türkei an "West
Armenien", ihren Traum über "Groß Armenien"
zu erfüllen. So hieß es in einer, am 23. August
1990 im armenischen Parlament verabschiedeter Resolution,
"die armenische Republik unterstützt die Bemühungen
um die internationale Anerkennung des Völkermordes von
1915 in der osmanischen Türkei und in West Armenien."
Die
Vorstöße zur Anerkennung des angeblichen Völkermordes
haben sich in vielen Ländern intensiviert. In diesen
Ländern wurden mehrere Denkmäler errichtet und in
manchen Ländern wurde sogar der "angebliche Völkermord"
in den Lehrplan an den Schulen aufgenommen.
Die
türkisch-armenischen Beziehungen verliefen während
der Ter-Petrosian Führung in einer relativ positiveren
Atmosphäre. Nach der Machtübernahme Kotscharians
allerdings im April 1998 ließ man den extrem nationalistischen
Bewegungen freien Lauf und die armenische Politik gegen die
Türkei folgte harten Richtlinien. In einer offiziellen
Erklärung sagte Kotscharian "sie würden den
Völkermord niemals vergessen. Sie seien gezwungen die
Weltöffentlichkeit ständig an diese Tragödie
zu erinnern. Der Völkermord sei unbestraft geblieben
und die internationale Anerkennung und Verurteilung entspreche
nicht den Stand, den die Sache eigentlich verdiene".
Der armenische Staatspräsident wiederholte seine Behauptungen
bei der 53. Vollversammlung der Vereinten Nationen und vertrat
die Meinung, Armenien sei von der Türkei und Aserbaidschan
umzingelt.
Die
beste Antwort für diejenigen, wie Kotscharian, gibt die
armenische Gemeinde in der Türkei. Der Präsident
der armenischen Kirche in Kandilli, Dikran Kevorkan, sagte
während des TV-Programms Ceviz Kabugu, das am 7. Oktober
2000 ausgestrahlt wurde, folgendes über den Völkermord
und über die Umsiedlung:
"Völkermord
und Umsiedlung (ein Teil der Bevölkerung anderswo ansiedeln,
ansässig machen) haben andere Bedeutungen. Die Spiele
der Imperialisten, die apolitischen Gedankenführer (Medien,
Kirchen, Geistliche) der armenischen Verwalter, haben zu all
diesen Vorfällen geführt. Der Patriarch ist ein
geistlicher Führer. Es ist ein Fehler, den Patriarchen
in politischen Themen nach seiner Meinung zu fragen. Was hätten
die ASALA und die PKK tun können, wenn die imperialistischen
Mächte nicht hinter ihnen gestanden hätten? Bei
der Umsiedlungssache gab es den Druck Deutschlands auf Ýstanbul.
Deutschland wollte die ansässige Ordnung stören
und seine wirtschaftlichen Interessen über die Eisenbahnverbindung
nach Bagdad verfolgen." (9)
Über
die Assimilationsbehauptungen sagte Kevorkan folgendes:
"Weltweit
können heute die Armenier am stärksten ihre eigene
Identität in der Türkei wahren. Der Armenier im
Ausland, in der Diaspora tritt in den Kampf, in dem er seinen
Namen ändert. Denn dort versucht man, mit einer anderen
Kultur, die Kultur dieser Menschen zu unterdrücken. Die
Armenier in der Diaspora, die heute gegen die Türkei
sprechen, wissen all zu gut, dass in bestimmten Kirchen in
Amerika die Predigten nur in englischer Sprache abgehalten
werden können. Die Armenier verlernen ihre Muttersprache.
Und wenn man das sagt, dann heißt es, man sei böser
Mensch. Aus diesem Grund bringen wir als armenische Bürger
in der Türkei unser Bedauern zur Sprache. Und warum?
Weil dem, von Atatürk uns anvertrauten Geist der Kuvay-i
Milliye (nationale Streitkräfte im nationalen Befreiungskampf
der Türkei) Unrecht getan wird. Das ist alles ein Spiel
der im Ausland lebenden Gegner der Türkei. Die PKK, die
ASALA, diese Resolution, all dies sind ein Spiel von ihnen.
Wir, die in der Türkei lebenden Bürger glauben,
dass ungerecht gehandelt wird. Falls die Armenier klug sind,
sollten sie sich nicht als Mittel ausnutzen lassen."
(20)
Der
Patriarch der Armenier in der Türkei, Mesrob II., sagte
während einer Rezeption am 22. Mai 1999 im Hilton- Hotel
in Istanbul folgendes gegen die Behauptungen der Armenier:
"Die
Gründung des armenischen Patriarchats in Istanbul ist
ein historisch beispielloser Vorfall. Die Umwandlung des armenischen
Bistums in Westanatolien, im Jahre 1461, also acht Jahre nach
der Eroberung Istanbuls, durch einen Ferman von Fatih Sultan
Mehmet, in das Istanbuler Patriarchat, ist ein offenes Beispiel
der Vision Fatihs, sowie der osmanischen Sultane, sowie ihrer
Toleranz zu anderen Religionen.
Im
Laufe der Geschichte hat es weder vor noch nach Fatih einen
Herrscher gegeben, der einem Glauben angehörte und für
die Gläubigen einer anderen Religion ein Amt für
den höchsten Geistlichen einrichtete. Falls wir zu Beginn
des Millenniums die weltweiten Spannungen und besonders die
Kriegsatmosphäre in unserer Umgebung in Acht nehmen sollten,
können wir den Wert dieses Vorfalls vor 538 Jahren, die
Bedeutung der Toleranz zwischen Religionen und Kulturen besser
begreifen.
Mit
Dank gedenken wir an Fatih Sultan Mehmet, der das Leben der
armenischen Bevölkerung innerhalb der osmanischen Grenzen
nach den Traditionen und Bräuchen dieser Bevölkerung
gestaltete, an alle Staatsmänner, die die gleiche Linie
von Fatih verfolgt haben, sowie an unsere 83 Patriarchen,
die beginnend vom Hovagim aus Bursa, im Jahre 1461, an der
Spitze des armenischen Patriarchats in Istanbul gestanden
haben.
Wir,
die in der Türkei lebenden Armenier, glauben als größte
christliche Gemeinde in unserem Land, an die glänzende
Zukunft der Türkischen Republik, deren 75. Bestehungsjahr
wir feiern und blicken mit Hoffnung auf die Zukunft."
(21)
Nachdem
der geheime Führer der Organisation Taschnaksutyun zum
Staatspräsident Armeniens ernannt wurde, hat man die
Umsetzung des sogenannten "Vier T-Plans" beschleunigt.
Das Endziel richtet sich gegen die territoriale Einheit der
Türkischen Republik und ist die Teilung des Landes. Diese
Strategie ist nicht mehr das Ziel von ein paar früheren
armenischen Organisationen, sondern die Ideologie des heutigen
Armeniens. Dies ist auch an den drei wichtigsten Themen Armeniens
ersichtlich. Und zwar geht es dabei um die "Unabhängigkeitserklärung",
um den "Unabhängigkeitsbeschluss" und um die
"armenische Verfassung", die im Jahre 1995 verabschiedet
worden ist.
Im
12. Artikel der "Unabhängigkeitserklärung"
der Armenisch-Sowjetischen Sozialistischen Republik vom 23.
August 1990 heißt es, "die armenische Republik
wird die Bemühungen um die internationale Anerkennung
des im Jahre 1915 in der osmanischen Türkei und in West
Armenien begangenen Völkermordes, unterstützen."
Das
armenische Parlament schwörte in seinem Unabhängigkeitsbeschluss
vom 23. September 1991 "seine Treue an die Unabhängigkeitserklärung
Armeniens". In der im Jahre 1995 verabschiedeten armenischen
Verfassung heißt es, "Armenien werde sich an die
nationalen Ziele in der armenischen Unabhängigkeitserklärung
halten." So wurde das geheime Ziel über die Anerkennung
des Völkermordes, sowie über Bodenanspruch in West
Armenien, also im Osten der Türkei, entlüftet und
als ein in der Verfassung verankerter Artikel der ganzen Welt
offiziell verlautbart. Außer der Verfassung wird auch
auf Landkarten betreffend propagiert.
Gegen
diese expansionistische Politik Armeniens, sollte auf die
Abkommen der NATO und der OSZE geschaut werden. Beide Organisationen
und jegliche Dokumente, auf denen diese Organisationen beruhen,
nehmen die territoriale Einheit der Mitgliedsstaaten unter
Garantie.
Wie
bekannt ist die NATO ein militärisches Bündnis.
Doch die Pariser- Charta, die den Grundstein der OSZE bildet,
beinhaltet die folgenden Paragraphen: " In Übereinstimmung
mit unseren Verpflichtungen gemäß der Charta der
Vereinten Nationen und der Schlussakte von Helsinki erneuern
wir unser feierliches Versprechen, uns jeder gegen die territoriale
Integrität oder politische Unabhängigkeit eines
Staates gerichtete Androhung oder Anwendung von Gewalt oder
jeder sonstigen mit den Grundsätzen oder Zielen dieser
Dokumente unvereinbarten Handlungen zu enthalten. Wir erinnern
daran, dass die Nichterfüllung der in der Charta der
Vereinten Nationen enthaltenen Verpflichtungen einen Verstoß
gegen das Völkerrecht darstellt. " Das Verhalten
der Mitgliedsstaaten der NATO und der OSZE gegenüber
einem Land, das "Anspruch auf türkische Territorien
erhebt", sowie türkische Territorien als "West
Armenien" bezeichnet und in seine Verfassung aufnimmt
ist bedenklich. Auf einer Seite steht die Türkei, als
Mitglied in beiden internationalen Organisationen, und auf
der anderen Seite Armenien, das Anspruch auf türkische
Territorien erhebt und eine expansionistische Politik verfolgt.