Eine
wichtige Dimension der Armenier-Frage macht für die Türkei
die Anwendung des bewaffneten Terrors der Armenier gegen die
Türken aus. Diese aggressive Strategie, die sich vor
allem gegen die türkischen Staatsoberhäupter richtete,
fing zum ersten mal mit dem Bombenanschlag auf Abdülhamit
II. im Jahre 1905. an. Die außerhalb Anatoliens gegründeten
Untergrundbewegungen wie Hintschak-Bewegung, Taschnak-Bewegung,
Ramgavar-Bewegung, revolutionäre Partei der Hintschaken,
Bund auf Armenien, Bund für junges Armenien, Bund für
Einheit und Befreiung und Schwarzes- Kreuz, hetzten das Volk
zu einem Aufstand auf. Infolge dieser Bemühungen verbreiteten
sich die Aufstände landesweit und kosteten mehreren tausend
Türken und Armeniern das Leben.
Nach
einer ruhigen Periode, von der Proklamation der Türkischen
Republik bis 1965 wurden die terroristischen Aktivitäten
mit der Unterstützung der armenischen Lobby wiederbelebt.
Türkische Diplomaten wurden getötet, bis Ende 1972
bis zu 20 Denkmäler in verschiedenen Ländern aufgestellt
und über die Presse planmäßig Schmierkampagnen
geführt.
Es
waren die traditionellen Terrororganisationen Taschnak und
Hintschak, die in der Zeit des armenischen Terrors, zum Terrorismus
anregten, ihn entwickelten, vorbereiteten, verbreiteten, die
Ziele ausdehnten, terroristische Teams und Gruppen bildeten,
durch Beschaffung neuer Mitglieder und psychologischer Unterstützung
zu den Bemühungen um die Gründung neuer Organisationen
beitrugen, durch Kontakte und Beziehungen die erforderliche
Atmosphäre schafften. Die bekannteste armenische Terrororganisation
ist "Die geheime Armee zur Befreiung Armeniens",
kurz ASALA genannt.
Die
ASALA, die sich aus traditionellen Terrororganisationen spezielle
terroristische Teams und Gruppen auswählte, wurde mit
den grausamsten und unmenschlichsten Aktionen zum Terrorschöpfer
der neuen Zeit. Die moralische und psychologische Unterstützung
sowie Schaffung der erforderlichen Atmosphäre für
Kontakte und Beziehungen entnahm die ASALA den Hintschaken.
Man kann sagen, dass der traditionelle Terror gänzlich
anhielt, in den 60'er Jahren aus der geschaffenen Atmosphäre
Gebrauch gemacht und die Jagd nach Türken und der Menschheit
noch eine Zeit lang fortgesetzt worden ist.
Der
armenische Terror verstärkte sich in kurzer Zeit mit
Angriffen auf türkische Beamten im Ausland, türkische
Auslandsvertretungen und Institutionen. In dieser Periode
erhielten die Armenier in europäischen und östlichen
Ländern, sowie in Syrien und Libanon Stützpunkte
und setzten ihre Aktionen mit der Kooperation der inselgriechischen
Seite auf Zypern sowie Griechenlands fort.
Wegen
den Reaktionen im Ausland änderten armenische Terrororganisationen
in den 80'er Jahren ihre Taktik und arbeiteten mit der Terrororganisation
PKK zusammen. 1984 wurde die PKK ins Feld geführt und
die armenische Terrororganisation ASALA zog sich in den Hintergrund
zurück. Einige konkrete Beweise der Verbindung zwischen
der Terrororganisation PKK und den Armeniern sind die folgenden:
·
Die Terrororganisation PKK erklärte die Woche zwischen
dem 21. und 28. April 1980 zur "Roten Woche" und
begann den 24. April als angeblichen Massakertag an Armeniern
zu gedenken.
·
Am 8. April 1980 veranstalteten die Terrororganisationen PKK
und ASALA in der libanesischen Stadt Sidon eine gemeinsame
Pressekonferenz und veröffentlichten im Anschluss daran
eine gemeinsame Deklaration. Nach scharfen Reaktionen auf
dieses Treffen wurde beschlossen, die Beziehungen auf illegaler
Basis, geheim fortzusetzen. Nach diesem Kompromiss bekannten
sich die Terrororganisationen PKK und ASALA gemeinsam zu den
Anschlägen auf das türkische Generalkonsulat in
Straßburg am 9. November 1980, sowie auf das Büro
der türkischen Fluggesellschaft in Rom am 19. November
1980.
·
Der armenische Schriftstellerverband wählte den Anführer
der Terrororganisation PKK, Abdullah Öcalan, wegen seiner
Beiträge zum "Traum über Groß Armenien"
zum Ehrenmitglied.
·
Wie in mehreren europäischen Ländern wurde auch
innerhalb der armenischen Volksbewegung ein Kurdistan-Ausschuss
gegründet.
·
Am 4. Juni 1993 kamen im Zentrum der Terrororganisation PKK
im Westen Beiruts Mitglieder der armenischen Hintschak- Partei,
der Terrororganisation ASALA und der Terrororganisation PKK
zu einem Treffen zusammen.
Ein
weiteres Beispiel der Verbindung zwischen den Armeniern und
der PKK bilden die folgenden Äußerungen, die am
6. und 9. Januar 1993 in zwei verschiedenen Kirchen in Beirut
bei den Treffen des armenisch-orthodoxischen Erzbischofs in
Libanon und der Zuständigen aus dem armenischen Patriarch
mit rund 150 Jugendlichen gemacht wurden:
·
Zunächst müssen wir uns gegen die Türkei ruhig
verhalten.
·
Die armenische Gesellschaft wächst ständig und wird
wirtschaftlich immer stärker.
·
Dank der entwickelten Propagandatätigkeiten ist der (angebliche)
Völkermord an Armeniern weltweit jetzt besser bekannt.
·
Der armenische Staat ist gegründet, dessen Grenzen sich
tagtäglich erweitern. Er wird die Rache seiner Vorfahren
stillen.
·
Westliche Länder, und vor allem die USA, geben den Armeniern
im anhaltenden Krieg in Karabagh, Recht. Diese Gelegenheit
muss gut ausgenutzt werden... Den in Karabagh kämpfenden
armenischen Jugendlichen werden sich Neue anschließen.
·
Der Bürgerkrieg in der Türkei (davon ist der Kampf
gegen die Terrororganisation PKK gemeint) wird anhalten, die
Wirtschaft wird zusammenbrechen und die Bevölkerung wird
einen Aufstand einleiten.
·
Die Türkei wird geteilt und es wird ein kurdischer Staat
gegründet.
·
Die Armenier müssen gute Beziehungen zu den Kurden unterhalten
und den Kampf der Kurden unterstützen.
·
Die heute unter der Kontrolle der Türken stehenden Territorien
werden morgen den Armeniern gehören.
Kurz
gefasst, verfolgen alle armenischen Terrororganisationen das
gemeinsame Ziel, jede Gelegenheit auszunutzen, um eine Instabilität
in der Türkei auszulösen und die angeblich besetzten
armenischen Territorien zu befreien, damit sie das "unabhängige
große Armenien" gründen können. Die Armenier,
die heute auch über einen Staat verfügen, setzen
ihre betreffenden Bestrebungen unter verschiedenen Namen fort.