Nach
den tagelangen Provokationen der Armenier, ermordeten die
Armenier zwei moslemische Jugendliche und weigerten sich die
Mörder auszuliefern. Daraufhin intensivierten sich die
Vorfälle und die Moslems kämpften drei Tage lang
auf den Straßen.
Die
Regierung entsandte umgehend Soldaten von Dedeagac nach Adana
und nachdem Eintreffen dieser, wurden erneut Aufstände
eingeleitet, welche diesmal jedoch in kurzer Zeit unterdrückt
wurden. Cemal Pascha schrieb in seinen Memoiren, dass bei
den Vorfällen in Adana 17.000 Armenier und 1.850 Moslems
ums Leben kamen. Wären die Armenier an der Überzahl
in der Stadt, so hätten die Vorfälle zu Gunsten
der Armenier enden können.
Das
Patriarchat hat durch eigene Untersuchungen eine Totenzahl
von 21.300 angegeben. Babikyan Efendi, der Abgeordnete von
Edirne hatte einen diesbezüglichen Bericht ausgearbeitet,
der dem Parlament vorgelegt werden sollte. Da er nach einer
sehr kurzen Zeit danach verstorben ist, konnte dieser Bericht,
in dem die Anzahl der Toten als 21.001 angegeben wurde nicht
debattiert werden. Die von Cemal Pascha angegebene Zahl stammt
aus der Zeit, nach Abschluß der Gerichtsverfahren. Mit
der Vermutung, dass einige während des Vorfalls weggelaufen
und anschließend wieder zurückgekehrt sind, wurde
die Zahl von 21.000 auf 17.000 gesenkt.
Nach
den Vorfällen in Adana wurde der Ausnahmezustand verhängt.
Die moslemischen und armenischen Verbrecher wurden dem Kriegsgericht
überwiesen.