DIE ENTSTEHUNG DES KONFLIKTS - FORSNET
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  24 APRIL 1915
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   DIE DEMONSTRATION IN KUMKAPI (JULI 1890 )

Einer der wichtigsten Vorfälle, die die Armenier als Porpagandamittel verwendet haben, war zweifellos die Kumkapi- Demonstration. Die Hintschaks meinten, dass sie diese Demonstration, ohne Waffen nur für Gerechtigkeit durchgeführt haben, wobei H. Canyülgan, der Führer dieser Bewegung, diesen Vorgang folgendermaßen schilderte:

"Hätte man in Istanbul nicht gegen den Musa Bey und Erzurum Vorfall reagiert, dann hätten die Armenier sich vergessen gefühlt. Aus diesem Grund war eine Gegenbewegung erforderlich. Die in Anatolien zu begangene Morde würden Europa nicht interessieren. So ist es erforderlich, vor den Augen der Botschafter eine Demonstration zu veranstalten, die die Aufmerksamkeit Europas wecken sollte.

Hätte sich für die armenische Aufregung nur Armenien interessiert, so würde dies Russland auffallen. Russland würde dann eines Tages Armenien erobern. Und falls die Bewegung in den anderen Provinzen und vor allem in den Stadtzentren durchgeführt werden würde, dann würde dies auch die Aufmerksamkeit der anderen Länder wecken.

Ein Volk, dass zusammen mit anderen Völkern im Vaterland verteilt lebt würde nur die im Vaterland durchzuführenden Bewegungen zum Misserfolg führen. Aus diesem Grund mussten die Armenier-Bewegungen außerhalb der Grenzen Armeniens durchgeführt werden. Istanbul war ein geeignetes Zentrum dafür. In Istanbul lebten 200.000 Armenier.

Die Quelle des Problems befand sich in Istanbul. So mussten die Bewegungen vor "den Augen" des Palastes stattfinden.

Als unter dem Volk, dass seit 500 - 600 Jahren unter Gefangenschaft lebt, der Wunsch nach einem Aufstand erwachte, mussten die Aufständischen diese Situation nutzen und diese Gesinnung stabilisieren und verbreiten. Die Verbreitung des Gedanken über einen Aufstand unter der Bevölkerung zählte zu den Zielen der aufständischen Armenier."

Die Komiteevorsitzenden versammelten sich vor den Kumkapi- Vorfällen in der Wohnung des Russen Megavoryan, die in der Nebenstraße von Beyoglu lag. In geheimer Abstimmung wurden zwei Personen gewählt, die, die für den 15. Juli geplante Demonstration leiten sollten. Cangülyan sollte den Patriarchen zum Palast bringen, und Murad übernahm die Verantwortung die Deklaration vorzulesen.

Am Tag des Vorfalles wurden die Telegrammleitungen der in europäischem Teil Istanbuls unterbrochen und die Hintschaks versammelten sich in der Kirche. Die Deklaration wurde per Handschrift kopiert und an das Volk verteilt. Zeitgleich las Cangülyan die Deklaration vor. Der Patriarch Asikyan, der den Gottesdienst führte, flüchtete in das Patriarchat und wollte nicht zusammen mit den Aufständischen zum Palast zu gehen. Die Hintschaks besetzten das Patriarchat, es wurde geschossen, und sie zerstörten die Fenster und Decken des Gebäudes.

Schließlich wurde der Patriarch Asikyan mit Gewalt in einem Wagen gesetzt und in zum Palast gefahren. Das versammelte Volk und die Aufständischen riefen "Es lebe das Hintschak Komitee, es lebe das armenische Volk, es lebe die Freiheit!" Doch Dacad und Mampra Vertabetler hatten die Regierung über die Vorfälle unterrichtet und das Fahrzeug, in dem sich auch der Patriarch Asikyan befand, wurde seitens der Militärkräfte angehalten. Daraufhin schossen die Aufständischen auf die Soldaten. Cangülyan berichtet über diesen Vorfall wie folgend:

"Unsere Seite schoss, wie wild auf die Soldaten zu, und die Soldaten versuchten, die auf sie schießende Männer zu verhaften. 6-7 Soldaten fielen schwer verletzt zum Boden. 10 Soldaten waren nur leicht verletzt. Zwei von uns kamen ums Leben."

Der von den Hintschaks "unbewaffnete Demonstration" sogenannte Kumkapi- Vorfall endete auf diese Weise.

QUELLE:
Uras, Esat: Tarihte Ermeniler ve Ermeni Meselesi, Istanbul, 1987, Seite 461-463

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