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  24 APRIL 1915
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   DER ERSTE SASUN AUFSTAND

Das mit seinen Aufständen berühmte Sasun war nach der damaligen Zivilorganisation ein Kreis mit mehr als 100 Dörfern, bezüglich der administrativen und rechtlichen Angelegenheiten, zu Siirt zugehörig und lag 14 Stunden von Mus entfernt. In der Nähe lagen die Kreise Mutki und Garzan. Auf Grund der gebirgigen steilen Lage war dieser Ort abgelegen vom Einfluss der Regierung. Das Volk sprach eine gemischte Sprache zwischen Zaza und kurdisch, obwohl sich unter den Einwohnern auch Armenier befanden. Es wurde hier keine Volkszählung durchgeführt, man vermutet aber, dass die damaligen Einwohner zu 1/5 aus Armeniern und der Rest aus Kurden bestanden.

Um 1890 hielt sich hier ein Armenier mit dem Namen Mihran Damadyan ungefähr drei Jahre auf und versuchte im Namen der Hintschak Porpagandas zu verbreiten und die Armenier somit zum Aufstand zu provozieren. Auf die Anzeige der Sasun Armenier wurde Damadyan im Jahre 1893 festgenommen und zur Verurteilung nach Istanbul geführt, und anschließend wieder freigelassen.

Der Sasun-Aufstand wurde seitens des Hintschak - Kommitees nur aus dem Grund organisiert, um den Eingriff der fremden Länder zu gewährleisten und wurde dann mit einem, seitens Murad (Kamparsun Boyaciyan) durchgeführten Plan verwirklicht.

Murad ging über den Kaukasus nach Sasun und brachte der Taschnaksutyun Organisation Unterstützung und Hilfe. Nach seinem Eintreffen in Sasun hat er einige Armenier um sich gesammelt und Pläne für den Aufstand ausgearbeitet. Der nur aus dem Grund, den Rückzug der fremden Eingriffe zu verhindern durchgeführter Aufstand wurde mittels, der armenischen Kommiteen und des Patriarchats überall veröffentlicht. In verschiedenen Hauptstädten Europas wurden zugunsten der Armenier Veröffentlichungen organisiert. Überall wurde von der Verantwortung, die England mit der Zypern-Abmachung übernommen hatte, berichtet.

Hollward, der Konsul von England in Van wollte zu Untersuchungszwecken nach Sasun reisen, doch da die Regierung Hollward, als den Provozierer des Aufstandes ansah, wurde diese Reise nicht genehmigt. Nach langen Besprechungen wurde beschlossen, dass die Konsule derjenigen Länder, die in Erzurum ein Konsulat hatten also Frankreich, England und Russland, in diese Kommission aufgenommen. Die Kommission führte vom 4. Januar 1895, bis zum 21. Juli, eine 6 monatige Untersuchung durch, es wurden 108 Versammlungen veranstaltet, und mehr als 190 Zeugen verhört. Ömer Bey, wurde zum stellvetretenden Gouverneur von Bitlis ernannt und musste aus diesem Grund aus der Kommission heraustreten. Am 23. August wurde Murad, als der Führer des Aufstandes verhaftet.

Die Armenier hatten vom Aufstand in Sasun großen Hoffnungen erwartet. Nach den Armeniern würde Europa bei einem Aufstand in Sasun direkt eingreifen, die Forderungen der Armenier erfüllen und durch diesen Aufstand, sollten großer Nutzen gezogen werden.

Die Hintschak haben zum Zweck der Weiterführung des Aufstandes in Istanbul und in den anderen Provinzen, mit dem Stempel des Kommitees bestätigte Hilfskarten verkauft, und somit eine große Menge Geld eingesammelt.

Die amerikanische Zeitung New- York Herald hat den Vorfall in ihrem veröffentlichten Artikel folgendermaßen vorgelegt:

"Die europäische Untersuchung hat gezeigt, dass die Armenier zusammen mit den fremden Povozierenden einen Aufstand erzeugt haben. Die Rebellen haben mit modernen Waffen aus England Unterstützung geleistet, nach Brandanschlägen, Morden, Ausbeutereien und Widerstand gegen die Soldaten haben sie sich in die Berge zurückgezogen. Das Untersuchungskommitee hat festgestellt, dass die Osmanische Regierung mit der Widerstandsleistung gegen die Rebellen, von ihrem, gesetzlich zustehenden Recht Gebrauch gemacht hat. Die Soldaten waren in der Lage, nach blutigen Auseinandersetzungen die Rebellen zu besiegen. Die ca. 3000 bewaffnete Rebellen flüchteten sofort in die unüberwindbaren Berge. Mit glaubhaften Worten und Zeitungsartikeln kann ihnen kein Recht zugeteilt werden.

3000 Armenier versammelten sich auf dem Anduk-Berg. Sie beabsichtigten, die Ortschaft Mus zu erobern. Zu diesem Zweck griffen sie den Volksstamm Delican, im Süden von Mus an. Einen Teil von ihnen brachten sie um, und nahmen ihnen ihre Sachen weg. Die religiösen Glauben, der in Gefangenschaft genommenen Moslems wurde erniedrigt, sie wurden in unglaublichen Weisen ermordet. Diese Rebellen griffen die Soldaten in der Nähe von Mus an, konnten jedoch auf Grund der starken Militärmacht die Ortschaft Mus nicht erobern.

Die Rebellen vereinigten sich mit denjenigen Gruppen, die sich in den Anduk Bergen aufhielten. Diese führten furchtbare Morde und Plünderein aus. Sie verbrannten den Neffen des Ömer Agas und vergewaltigten die moslemischen Frauen.

Zahlreichen Moslems wurden die Augen ausgebohrt, ihre Ohren abgeschnitten, sie wurden erniedrigt und zur Anerkennung des Christentums gezwungen.

Gegen Ende August griffen die Armenier die Kurden in der Umgebung von Mus an und brannten zusammen mit Güllü-Güzat 2 - 3 Dörfer nieder. 300 Armenier sorgten in Talori für Unruhen und lehnten es ab, ihre Waffen niederzulegen. Sie mordeten und plünderten weiter. Aus diesem Grund wurden die Militärkräfte dieser Regionen verstärkt.

Der Rebell Hamparsum flüchtete zusammen mit 11 seiner Männer auf einen hohen Berg. Er wurde lebend gefasst, tötete dabei jedoch zwei Soldaten und verletzte 6 von ihnen. Gegen Ende August hatten sich alle Gruppen aufgelöst.

Die Türken behandelten die Frauen, Kinder, Ältere und Behinderte nach islamischen und menschlichen Regeln. Die, ums Leben gekommenen Rebellen waren diejenigen, die sich nicht ergaben und weiterhin gegen die gesetzliche Herrschaft des Landes antraten.

Quelle :
Uras, Esat, Die Armenier in der Geschichte und das Armenier-Problem, İstanbul, 1987, Seite 471 - 477

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