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   DER VORFALL VON MUSA BEY

Der Musa Bey- Vorfall, zählt zu den, für eine Propaganda in Europa am meisten benutzten Vorfällen, bevor die es zu den Demonstrationen der Hintschak- Organisation in Istanbul-Kumkapi kam.

Gegen Musa Bey, der aus Mutki stammt, wurden die folgenden Vorwürfe gemacht. Der Musa Bey hatte geplündert, gefoltert und es wurden vergebens mehrere Beschwerden gegen ihn gemacht. Er entführte die Cousine eines armnischen Priesters aus Mus, die Armenierin mit den Namen Gülizar brachte er in sein Haus, vergewaltigte sie, verheiratete sie danach mit seinem Bruder, stellte aber die Bedingung, dass sie zum Islam überging. Doch Gülizar beharrte auf ihren Glauben. Wegen der Folter Musa Beys wurde sie an einem Auge blind. Sie flüchtete aus dem Haus, schloss sich den Bewohnern von Mus an, die sich zum Beschweren auf den Weg nach Istanbul gemacht hatten. 58 Armenier aus Mus, darunter auch Gülizar und der Priester, legten im Ministerpräsidium und beim Gericht Beschwerde ein. Doch vergebens. Das Patriarchat brachte sie in Karawansereien unter. Das Komitee ermutigte sie, auf dem Hof des Gerichtes "Erbarmung" zu schreien, worauf hin sie verhört wurden.

Nach diesem Vorfall wurde Musa Bey nach Istanbul einberufen, um sich vor Gericht zu verantworten. An den Gerichtsverhandlungen nahm eine große Gruppe von ausländischen politischen Vertretern und Journalisten teil. Rund 60 Personen wurden als Zeugen angehört. Das Gericht sprach Musa Bey frei. So konnten die Komiteemitglieder wieder nicht das gewünschte Ziel erreichen.

Trotzdem wurde der Musa Bey- Vorfall als starkes Argument in der Propaganda vorgestellt. Fotos von Gülizar, ihrer Mutter und ihrem Onkel, wurden ins Ausland geschickt. So wurden Christen aufgehetzt.

QUELLE:
Uras, Esat: Tarihte Ermeniler ve Ermeni Meselesi, Istanbul, 1987, S. 460 - 461.

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