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  24 APRIL 1915
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   DER ZEYTUN AUFSTAND 1895

Der wichtigste Aufstand, den die Hintschaks in Zeytun einleiteten, fand im Juli 1895 statt. Im Arekun Dorf, in der Nähe von Zeytun, wurde bekannt, dass einige fremde Armenier ihre Aktivitäten ausübten. Diese Personen wurden seitens der Regierung verfolgt, und es wurde dann festgestellt, dass sie seitens des Hintschak- Komitees, dessen Hauptsitz sich in London befand, zum Zweck der Planung eines Aufstandes beauftragt wurden und die Propagandisten Agasi, Hracya, Abah, Nisan, Melek, und Garbet, waren. Sie forderten von den Bewohnern Zeytuns, sich zu bewaffnen und um Türken, Soldaten, und wichtige Ortschaften anzugreifen. Sie teilten ferner mit, dass die Waffen und das Geld von den Komitees zur Verfügung gestellt werden, und dass die englische Flotte unmittelbar nach Beginn des Aufstandes in Mersin und Iskenderun eintreffen wird.

Die Aufständischen, darunter auch Partagomios Vartabet und Dorfvertreter trafen am 16. September 1895 in Karanlik- Dere zusammen und planten den Ausbruch des Aufstandes.

Nach diesem Treffen wurden in zahlreichen Orten zur gleichen Zeit Aufstände eingeleitet, Telegrammleitungen unterbrochen und 4.000 Bewohner aus Zeytun, davon 2.000 bewaffnet, begannen mit Angriffen. Die Aufständischen umzingelten die Kaserne und das Stadtratgebäude, nahmen den Ortsvorsteher, 50 Offiziere und 600 Soldaten und Kommandanten gefangen. Die Gefangenen wurden später von den Frauen in Zeytun getötet. Kommandant Remzi Pascha forderte Nachschub. Aber auch Ethem Pascha, der zu Hilfe kam, musste Nachschub fordern.


Die Aufständischen verfügten über moderne Waffen. Die Soldaten in Göksün leiteten eine Offensive ein und zwangen, die Aufständischen zum Rückzug nach Zeytun. Die Stadt wurde umzingelt und kurz vor dem Einmarsch der türkischen Soldaten, schlugen die ausländischen Botschafter in Istanbul der Regierung eine Vermittlungsmission für die Armenier in Zeytun an. Der Palast nahm den Vorschlag an und die Offensive wurde eingestellt. Die Botschafter ernannten ihre Konsule in Aleppo zum Vermittlern, die am 1. Januar 1896 in Zeytun eintrafen. Am 28. Januar wurde mit den Aufständischen in Zeytun Frieden geschlossen.

Die Bedingungen für einen Frieden waren die Abgabe der Waffen, eine Generalamnestie, die Verweisung von fünf anführenden Aufständischen ins Ausland, Streichung der früheren Steuerschulden. Die Aufständischen ergaben sich und der Aufstand ging zu Ende.

Unter der Schirmherrschaft des englischen Konsulats verließen die Mitglieder des Hintschak- Komitees am 13. Februar Zeytun und fuhren am 12. März mit einem Schiff nach Marseille.

Der Zeytun- Aufstand sowie die aktiven Tätigkeiten der Hintschak- Partei in der Türkei war damit praktisch zu Ende. Die Partei wollte mit den Aufständen das Interesse Europas auf sich richten, hetzte dafür mehrere Armenier auf, konnte jedoch nichts erreichen.

QUELLEN:
1. Uras, Esat: Tarihte Ermeniler ve Ermeni Meselesi, Istanbul, 1987, Seite 419 - 496 2. Gürün, Kamuran: Ermeni Dosyasi, TTK Verlag, Ankara, 1983, Seite 160 - 161

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