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  TÜRKISCH- ARMENISCHE BEZIEHUNGEN
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  24 APRIL 1915
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WAS BEDEUTET UMSIEDLUNG? IST ES EIN VÖLKERMORD?

Es kommt häufig vor, dieser Begriff des Völkermordes, der in der mündlichen und schriftlichen Sprache benutzt wird, eine andere Bedeutung hinzugefügt wird, als er in der jeweiligen Sprache eigentlich hat und haben sollte. Dieses Thema kommt besonders bei demagogischen Diskussionen und bei Ausnutzungen von sensiblen Themen vor.

"Umsiedelung" ist ein Beispiel dieser Begriff. Dieses Wort ist von arabischer Abstammung, kommt vom Verb "hecera" und ist ein Infinitivname. Es trägt die Bedeutung "von einem Ort zum anderen einwandern oder auswandern lassen" (Immigration, Emigration). Dieses Verb trägt nicht die Bedeutung einer Verbannung oder Deportation. Denn diese Bedeutung wird im Arabischen mit den Infinitiven wie "nefy, ib'ad itikal, ýsikar" ausgedrückt. Ohnehin ist der eigentliche Name des Gesetzes, das als Umsiedelung bekannt ist, das "Zwangsumsiedlunggesetz". Bei der Erzählung dieses Ereignisses ist auch häufig der Ausdruck "Entfernung/Verziehen" benutzt worden und wurde in westlichen Sprachen niemals als "Deportation, Verbannung und Ächtung", welche die Bedeutung von Verbannung tragen, benutzt.

Trotzdem wählten Armenier und manche westliche Schriftsteller, bewusst oder auch oftmals um das Ereignis zu dramatisieren, die Begriffe, die die Bedeutung von Verbannung haben. Dies wiederum ist sowohl von historischer Seite als auch von philologischer Seite ein absichtlich begangener Fehler.

QUELLE:

Süslü, Azmi: Die Armenier und das Umsiedelungsereignis 1915, Veröffentlichung der Universität des 100. Jahres, Ankara, 1990.

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