Der
extremistische Nationalist Zori Balayan, größter
Vertreter der Ideologie vom Großen Armenien, beschuldigte
in seinem Buch „Ocak“ die Türken mit den unglaublichsten
Sachen. Er beschuldigte sie, Völkermord an den Armeniern
begangen zu haben und dass dies vom armenischen
Volk niemals vergessen werde. Er rief ferner alle
Armenier auf, Rache zu üben.
Balayan
berichtet in seinem Buch außerdem von einer Krankheit:
Von der Krankheit der Armenier, die „Völkermord
erlitten haben“, von ihrer unterdrückten und schlimm
betroffenen psychologischen Lage. Diese Krankheit
ist ansteckend und befällt nur die Armenier. Während
der UdSSR Zeit ging die Inkubationszeit der Krankheit
zu Ende und breitete sich nach der Unabhängigkeit
rasend schnell unter den Armeniern aus. Die Armenier
berichten, dass diese Krankheit nur kuriert werden
könne, wenn die Vorfälle von 1915 gerächt, Kars,
Igdir, Erzurum, Sivas und Trabzon eingenommen und
auf dem Ararat die armenische Flagge gehisst werde
und versuchen deshalb alle notwendigen Maßnahmen
zu ergreifen.
In
diesem Zusammenhang haben sie auch schon ein eigenes
Rezept im 11. Artikel der Unabhängigkeitserklärung
ausgestellt und berichtet, dass „alles notwendige
getan werde, damit der Völkermord auf internationaler
Ebene anerkannt wird“. Auch wenn dieses Rezept während
der Amtszeit (1991-1998) des ersten armenischen
Präsidenten Levon Ter-Petrosyan nicht ausreichend
in die Tat umgesetzt wurde, kümmerte sich der Präsident
Robert Kocaryan sofort nach Beginn seiner Amtszeit
persönlich um diese Angelegenheit und war bemüht,
im Inland sowie im Ausland diese „armenische Krankheit“
auszukurieren.
Mit
Unterstützung der armenischen Regierung hat die
Nationale Wissenschaftsakademie und die Organisation
der Armenier damit begonnen, „Beweismittel“ zusammenzubringen,
um den „Völkermord“ auf internationaler Ebene vorzustellen.
In diesem Zusammenhang hat die Organisation der
Armenier im Konferenzsaal der Nationalen Wissenschaftsakademie
vom 6.-7. Mai 2004 eine Konferenz mit dem Thema
„Die Einwirkung des Völkermords auf die Beziehungen
zwischen Armenien und der Türkei“ abgehalten. (Siehe
dazu: Kommentar vom 07.05.2004, „Armenien versucht
„Beweismittel“ zum angeblichen Völkermord zusammenzubringen)
Keine
einzige politische Partei, Zivilorganisation und
kein Akademiker, die heute in Armenien tätig sind,
können den Mut aufbringen, den „Völkermord“ abzustreiten,
andernfalls wären sie nicht mehr in der Lage, ihre
Tätigkeiten in Armenien fortzusetzen. Vazgen Manukyan,
der Führer der Armenischen Nationalen Demokratischen
Union bewertete in einem Interview der Nachrichtenagentur
IA REGNUM vom 19. Mai 2004 die Beziehungen zwischen
Armenien und der Türkei. Manukyan bezichtigte die
Türkei des „Völkermords“, forderte die Eröffnung
der Grenze und betonte zugleich die Notwendigkeit
der Propaganda in Armenien zur Vorstellung des angeblichen
an den Armeniern ausgeübten Völkermords auf internationaler
Basis. Auch der berühmte Historiker Andranik Migranyan
ist der gleichen Auffassung wie Manukyan. Migranyan
distanzierte sich während einer Pressekonferenz
am 8. Mai 2004 von der Auffassung von Staatschef
Kocaryan, dass „die Akzeptierung des Völkermordes
für sie wichtig wäre und der Anspruch auf Boden
und Entschädigung die Forderungen der Diaspora sei.“
Migranyan betonte, dass auch nach den wieder aufgenommenen
Beziehungen und Handel und der Eröffnung der Grenze
zwischen beiden Ländern die armenische Regierung
nicht damit aufhören solle, weiterhin für den Völkermord
und die Akzeptierung dieses Völkermordes durch die
Türkei zu propagieren.
Während
die Armenier ihre angebliche Völkermordpropaganda
weiterentwickeln, sind einige politischen und wirtschaftlichen
Gruppen in der Türkei der Auffassung, dass die Grenzen
geöffnet werden müssten, damit die Beziehungen zwischen
beiden Ländern sich wieder normalisieren. Während
diese Gruppen ihre Auffassungen zu diesem Thema
zum Ausdruck bringen, scheinen sie zu vergessen,
dass Armenien Politik gegen die Türkei betreibt,
ihre territoriale Integrität nicht anerkennt und
darauf beharrt, dass die Türkei den „Völkermord“
zugeben, Territorien abtreten und Entschädigungen
zahlen soll.