EINLEITUNG
Die
geographische Lage der Türkei verleiht ihr eine Brückenrolle.
Sie befindet sich am Knotenpunkt der Kontinente Asien und
Europa, somit verbindet sie durch ihre Meeresstraßen
das Schwarzes Meer mit dem Mittelmeer und wegen ihrer geopolitischen
Lage im Mittelpunkt von Mittelasien, Kaukasien und dem Nahen-
Ostens lenkt sie die Aufmerksamkeit der ganzen Welt auf
sich zu.
Auf
Grund dieser geopolitischen und geostrategischen Lage wird
heute die Türkei verschiedenen Intrigen ausgesetzt, wie
es auch das Osmanische Reich in der Vergangenheit ausgesetzt
war. Die Kolonialmächte, die das Osmanische Reich teilten
und somit in die historische Reminiszenz herabsenken wollten,
haben auch die Armenier, die seit Jahrhunderten in freundschaftlichen
Verhältnissen zu den Türken lebten, bei ihren hinterlistigen
Zwecken ausgenutzt.
Sowie
in der Vergangenheit gibt es auch heute Länder, die über
die armenische Gesellschaft politische und wirtschaftliche
Vorteile für sich zu verschaffen versuchen. Um die Türken
und die Türkei mit dem angeblichen Völkermord an
Armeniern zu beschuldigen, werden in manchen Ländern
Denkmäler errichtet, in manchen Ländern werden für
die Bekanntmachung des angeblichen Völkermordes Beschlüsse
auf die Tagesordnung ihrer Parlamente gebracht und in manchen
Ländern wird sogar der angebliche Völkermord durch
diese Parlamente anerkannt. Diese Themen sind eigentlich den
Historikern zu überlassen, aber die Politiker mancher
Länder missbrauchen sie für ihre eignen Interessen.
Im
Laufe der Geschichte wurden die Armenier durch die Römer,
Perser und Byzantiner von einem zum anderen Ort Anatoliens
vertrieben. Sie wurden sie in Kriege verwickelt und öfters
als Bürger der dritten Klasse behandelt. Aber nachdem
die Türken Anatolien betraten, genossen die Armenier
die gerechte, menschliche, tolerante und verbindende Moral
und den Glauben der Türken. Das 19. Jahrhundert war "Das
goldene Zeitalter der Armenier", in dem diese Beziehungen
sich entwickelten und ihren Höhepunkt erreichten. Unter
den nichtmoslemischen Staatsangehörigen im Osmanischen
Reich waren die Armenier diejenigen, die die Möglichkeiten
am meisten nutzten, welche das Osmanische Reich seinen fleißigen,
würdigen, anständigen und fähigen Bürgern
anbot. Sie waren vom Wehrdienst ganz befreit und brauchten
zum Teil auch keine Steuern zu zahlen. Dies ermöglichte
ihnen im Handel, in den handwerklichen Berufen, in der Landwirtschaft
und in den Verwaltungsdiensten aufzusteigen. Auf Grund ihrer
Loyalität und ihrer Integration in die türkische
Gesellschaft und ihres friedlichen Lebens mit dem türkischen
Volk bezeichnete man das armenische Volk zu Recht als "Getreues
Volk". Unter den Armeniern, die in ihrer Umgebung auf
Türkisch sprachen und sogar ihre Gottesdienste in der
türkischen Sprache abhielten, gab es Leute, die viele
wichtige Positionen im Staatsdienst erreichten. Manche waren
sogar als Minister für öffentliche Dienste, als
Marine- Außen- und Finanzminister, sowie als Minister
für Staatskasse, für Post- und Telegrammwesen, sowie
für Münzstätte oder als Staatssekretäre
in diesen Ministerien tätig. Es gab sogar Autoren unter
ihnen, die über die Probleme des Osmanischen Reiches,
Werke im Türkischen und in Fremdsprachen verfassten.
In
den Zeiten, als das Osmanische Reich begann an Macht zu verlieren,
mischte sich Europa fast in alle inneren Angelegenheiten des
Osmanischen Reiches ein. In dieser Zeit machte sich auch eine
Verschlechterung in den türkisch-armenischen Beziehungen
bemerkbar. Durch die Aktivitäten der Provokateure, besonders
der Missionare, welche die Europäer ins Osmanische Reich
heimlich brachten, versuchte man die Armenier religiös,
wirtschaftlich, gesellschaftlich und politisch von der türkischen
Gesellschaft zu isolieren. Somit fingen die blutigen Auseinandersetzungen
an, aus denen meistens die türkische Seite mit Schaden
herauskam. In den Aufstandsbewegungen, die in Ostanatolien
begannen und die sich bis nach Istanbul verbreiteten, kamen
Tausende von Türken und Armeniern ums Leben.
Im
Ersten Weltkrieg kämpften Armenier als osmanische Soldaten
gegen den Feind und sie waren im Nachschubdienst tätig.
Aber an der Front gingen die meisten von ihnen zur Seite des
Feindes über und kämpften gegen die Türken.
Hinter der Front verübten sie ein Blutbad, ohne einen
Unterschied zwischen Frauen, Kindern und älteren Menschen
zu machen. Sie töteten Tausende von Moslems und verwandelten
Anatolien in eine Ruine.
Der
Osmanische Staat traf natürlich Maßnahmen ein,
um diese Aufstände zu unterdrücken und niederzuschlagen.
Diese Maßnahmen wurden missdeutet. Und durch Provokationen
und Versprechungen des Auslandes begannen die Armenier das
Land zu teilen, in dem sie seit tausend Jahren im Wohlstand
lebten.
Die
Armenier organisierten sich in den türkenfeindlichen
Untergrundbewegungen, wie der Hintschak-, Taschnak-, Ramgavar-Bewegung,
revolutionäre Partei der Hintschaken, Bund auf Armenien,
Bund für junges Armenien, Bund für Einheit und Befreiung
und Schwarzes Kreuz -Bewegung. Durch diese Bewegungen versuchte
man das armenische Volk zum bewaffneten Aufstand aufzuhetzen.
Nach Bildung dieser Bewegungen kam es überall im Land
zu Aufständen und diese hatten führte dazu, dass
Tausende von Türken und Armenier ums Leben kamen.
Obwohl
sich das Osmanische Reich im Kriegszustand befand, versuchte
man 9-10 Monate lang diese Unruhen durch "lokale Maßnahmen"
zu unterdrücken. Aber als man merkte, dass die Unruhen
auf diese Art und Weise nicht mehr zu verhindern waren, blieb
dem Osmanischen Reich nichts weiteres übrig, als -wie
alle anderen Bürger- auch die Armenier aus den Kriegsgebieten
zu entfernen und einer "Auswanderung und Ansiedlung",
mit anderen Worten einer "Umsiedlung" zu unterwerfen.
In dieser Zeit leitete die Osmanische Regierung am 24. April
1915 gegen Angehörige der bewaffneten armenischen Untergrundbewegungen
eine Operation ein, und nahm 2345 Anhänger wegen Landesverrats
fest.
Die
Angehörigen der bewaffneten armenischen Untergrundbewegungen
und einige Länder, die die Armenier für ihre politischen
und wirtschaftlichen Interessen ausnutzen wollten, propagierten
intensiv dafür, die Umsiedlung der Armenier und die Festnahmen
vom 24 April 1915 als ein "Genozid" darzustellen
und die Weltöffentlichkeit davon zu überzeugen.
Gleich
nach dem Ersten Weltkrieg besetzten die Armeen der Alliierten
Istanbul und andere Gebiete im Osmanischen Reich. Die Engländer,
die zu den Besatzungsländern gehörten, nahmen 143
Personen fest, unter denen sich auch politische und militärische
Führer der Osmanischen Regierung, sowie auch bekannte
Intellektuelle befanden, mit der Behauptung, dass sie bei
armenischen Unruhen Kriegsverbrechen begangen, wurden sie
auf die Insel Malta vertrieben und eingesperrt. Gleich danach
begannen die Gerichtsverhandlungen. Über diese 143 Personen
wurden in den osmanischen Archiven eine umfassende Untersuchungen
durchgeführt, jedoch konnte man dem Gericht keine Beweise
über die Genozid-Beschuldigungen vorlegen. Hilflos untersuchte
die englische Regierung auch die Berichte in englischen und
amerikanischen Regierungsarchiven und kam trotzdem zu keinem
Ergebnis.
In
einem Bericht, der im amerikanischen Archiv zu finden ist,
schrieb der englische Botschafter R.C. Craigie am 13. Juli
1921 an Lord Curzon folgendes: "Es tut mir leid es mitzuteilen,
dass es keine Beweise gegen die auf Malta verhafteten Türken
gibt. Es gibt keinen einzigen konkreten Vorfall, der einen
genügenden Beweis dafür bildet. Die erwähnten
Berichte enthalten auf keinen Fall weitere Beweismittel, welche
die Informationen über die Türken ergänzen
können, über die die Regierung Ihrer Majestät
gerade verfügt."
Die
Rechtsberater in London beschlossen am 23. Juli 1921, dass
die Beschuldigungen der Personen auf der Liste des englischen
Außenministeriums zum Teil politischen Charakter haben,
und deshalb man gegen sie anders vorzugehen hatte, als gegen
die Türken, die als Kriegsverbrecher verhaftet wurden.
Außerdem
gehören auch folgende Aussagen den Rechtsberatern der
englischen Regierung in London: "Bis jetzt sagte kein
einziger Zeuge aus, dass die Beschuldigungen gegen die verhafteten
Türken richtig sind. Eigentlich ist es auch nicht klar,
ob man gegen sie einen solchen Zeugen finden kann. Denn es
braucht hier nicht erwähnt zu werden, wie schwer es ist,
in einem Land wie Armenien, das so weit abgelegen und schwer
zu erreichen ist, einen Zeugen zu finden, besonders deswegen,
weil viel Zeit über die Vorfälle vergangen ist".
Letztlich
wurden die Türken, die auf Malta verhaftet waren, im
Jahre 1922 freigelassen, ohne jegliche Beschuldigung und es
fand auch keine Gerichtsverhandlung gegen sie statt.
Aber
die Bestrebungen dazu, die Türken des Völkermordes
zu beschuldigen, fanden kein Ende. In der Zeit der Verhandlungen
auf Malta erschienen in der englischen Presse einige Dokumente,
mit denen man die Regierung des Osmanischen Reiches des angeblichen
Völkermordes zu beschuldigen und dies zu beweisen suchte.
Man behauptete, die erwähnten Dokumente seien angeblich
durch englische Besatzungstruppen unter der Führung von
General Allenby bei den osmanischen Behörden in Syrien
gefunden wurden. Nach den Untersuchungen des englischen Außenministeriums
stellte sich jedoch heraus, dass diese veröffentlichten
Dokumente nicht durch englische Besatzungstruppen entdeckt
wurden waren, sondern sie waren erdichtete Dokumente, welche
die nationalistische armenische Delegation in Paris an die
Delegationen der Alliierten- Staaten schrieb. (1)
Trotz
allen Tatsachen bemühten sich die armenischen Komitees
außergewöhnlich, ihre Behauptung auf der Tagesordnung
zu halten, und fingen mit Terroranschlägen an. Durch
die Besudelungskampagnen der in verschiedenen Ländern
lebenden Armenier gegen Türken machte sich nach 1965,
die angebliche armenische Frage in der Weltöffentlichkeit
und der Türkei bemerkbar. Ab den 70'er Jahren verwandelten
sich diese Kampagnen in Terroranschläge auf türkische
Vertretungen im Ausland um. Gurgen (Karekin) Yanikan, ein
alter Armenier ermordete am 27. Januar 1973 in der Stadt Santa
Barbara in den USA Mehmet Baydar, den türkischen Generalkonsul
in Los Angeles und den Konsul Bahadir Demir. Damit begann
"der individuelle armenische Terror" und dieser
wurde ab 1975 zum "organisierten armenischen Terror".
Die Terroranschläge auf unsere Beamten, auf unsere Botschaften
und Einrichtungen im Ausland vermehrten sich in kürzester
Zeit.
Ab
dem Jahr 1979 beobachtete man eine Zunahme an armenischen
Terroranschlägen, als die inneren Unruhen in der Türkei
ihren Höhepunkt erreichten. Die armenischen Terroristen
verübten in 38 Städten der 21 Länder insgesamt
110 Anschläge. Unter diesen Anschlägen hatte es
39 bewaffnete Anschläge, 70 Bombenanschläge und
eine Besetzung gegeben. Bei diesen Anschlägen kamen 42
türkische Diplomaten und vier weitere Personen ums Leben
und weitere 15 Türken und 66 Ausländer wurden dabei
verletzt.
Als
die armenischen Terrororganisationen auf Widerstand der Außenwelt
stießen, änderten sie ab der 80'er Jahre ihre Taktik
und fingen an, mit der Terrororganisation PKK zusammenzuarbeiten.
Durch die Überfälle auf die Ortschaften Eruh und
Semdinli wurde die PKK ins Feld geführt und die armenischen
Terroristen zogen sich in den Hintergrund zurück. Die
Dokumente bewiesen, dass Terroristen der ASALA und der PKK
im Lager im Bekaa- Tal und in Zeli zusammen ausgebildet wurden.
Nachdem
die türkischen Sicherheitskräfte bei der Bekämpfung
des Terrors Erfolge erzielten, versuchten die armenischen
Komitees für ihre Behauptung über "den angeblichen
Völkermord" mit der offenen Unterstützung des
armenischen Staates und durch die armenische Diaspora zu propagieren.
Sie bewegten die Parlamente vieler Länder dazu, dass
sie den angeblichen "Völkermord an den Armeniern"
durch Gesetze zu bestätigen oder zumindest die Bestätigung
der Behauptungen vorzuschlagen. Die Armenier wollen dadurch
die Weltöffentlichkeit zur Annahme ihrer jeder Grundlage
entbehrenden Behauptungen bewegen. Ihr Ziel dabei ist die
"Bekanntmachung" ihrer unwahren Behauptungen auf
der ganzen Welt, die Türkei zum "Eingeständnis"
dieser jeder Grundlage entbehrenden Behauptungen zu zwingen,
von der türkischen Regierung "Schadenersatz"
wegen dieses angeblichen Völkermordes zu verlangen und
die, für die Verwirklichung des Urtraums vom "Großen
Armenien" benötigten "Erdböden" von
den türkischen Territorien loszureißen.