Das
Taschnack-Komitee, das auch "Armenisch Revolutionäre
Föderation" genannt wird, hat wichtige Rollen beim
Aufkommen der Armenier-Frage gespielt. Die Aktivitäten
des Komitees wurden nach dem die Kommunisten "dier armenische
Republik" eroberten, in den USA, Libanon, Iran, Frankreich
und Griechenland als Partei im Exil fortgesetzt. Das Taschnak-Komitee,
das verschiedene Aktivitäten auch in der Gegenwart fortsetzt,
besteht aus unterschiedlichen Terroreinheiten und Gruppen.
1.Organisationsstruktur
a.
Büro: Das Büro ist das höchste Organ der
Organisation. Die Verwaltung der Organisation wird gemäß
der Beschlüsse bzw. Anweisungen des "Büros"
geleitet. Das wird von einer kollektiven Führergruppe
verwaltet. Das Büro besteht aus jeweils einem Mitglied
aus Kalifornien, Frankreich und dem Iran und jeweils 5 Mitgliedern
aus dem Libanen. Die Mitglieder bestimmen untereinander einen
Vorgesetzten. Bis zum Bürgerkrieg in Libanan war das
Büro in Libanon. Nachdem Bürgerkrieg wechselte das
Büro der Reihe nach in die USA, nach Griechenland und
Frankreich um. Man vermutet, dass das heutige Büro die
Aktivitäten von den USA aus verwaltet. Die Mitglieder,
Beschlüsse, sowie die Verwaltungsgrundlagen des "Büros"
sind geheim. Es ist bekannt, dass der im Iran geborene und
in Griechenland lebende Hrair Marukijan den Vorsitz des Büros
bis 1985 geführt hat.
b.
Zentralkomitee - Es ist das oberste Verwaltungsorgan der
Organisation und stellt die Verbindung zwischen dem Büro
und den lokalen Gruppen, sowie der Organisationen dar. Das
Zentralkomitee wird in Gebieten gegründet, auf dem die
armenische Bevölkerung zahlreich vorhanden ist. Obwohl
es in Libanon und Frankreich je ein "Zentralkomitee"
gibt, gibt es in den Vereinigten Staaten zwei "Zentralkomitees"
und zwar das "Zentralkomitee der östlichen Gebiete"
und das "Zentralkomitee der westlichen Gebiete".
An der untersten Stelle dieser Struktur, die einer Pyramide
gleicht, befinden sich die lokalen Organisationen und Organe.
Diese Oranisationen und Organe werden nach verschiedenen "armenischen
Themen" genannt. Die wichtigsten unter diesen sind: Der
"Armenische- Jugendbund", "Jugendorganisation",
"Pfadfinderorganisation der Schüler und Schülerinnen"
und "Sport- und Kulturorganisationen".
c.
Das Zentralkomitee bzw. die Zentralkomitees haben auch
Propaganda- und Presseeinheiten, Komitees für juristische
Angelegenheiten, für das Finanzwesen und für das
Militär sowie ein "Überwachungskomitee für
die armenische Imigration". Dies, sind viel mehr Dienstleistungen
im Bereich der Auskunft und Technik. Der Titel "Armenische
Revolutionäre Föderation" wurde zum Verbreiten
der Propaganda, sowie zum Verhindern von Reaktionen unter
der westlichen Öffentlichkeit geändert und nahm
den Namen "Armenisches Nationalkomitee" an, welches
die politischen Handlungen für Taschnak führt. In
verschiedenen Propagandaaktivitäten werden beide Namen
genutzt, als ob sie zwei verschiedene Organisationen seien.
2.
Ihre Vorhaben und Ziele
Die
Organisation Taschnak hat das Ziel, ein nichtkommunistisches
Armenien zu gründen und Entschädigung für die
Behauptungen nach türkischen Verbrechen an Armeniern
zu erhalten. In den Presseorganen der Taschnacks werden diese
Ziele wie folgend dargelegt: "Wir werden weiterhin auf
den Friedensvertrag von Sevres beharren. Dieses Abkommen ist
ein Meilenstein uneres Kampfes... "
Das
endgültige Ziel der Taschnak kann man mit dem "Vier-T-Plan"
zusammenfassen: Bekantmachung der Behauptungen nach einem
Völkermord anhand von terroristischen Methoden, die Anerkennung
dieser Behauptungen durch die Türkei, Entschädigungszahlungen
seitens der Türkei und letzendlich die Rückgabe
der den Behauptungen nach von der Türkei besetzten armenischen
Gebiete.
3.
Ihre Strategien, Vorgehen und Handlungen
Zwar
stellt die Organisation Taschnak ihre Strategie in der Form
von "Verwirklichung der Ziele auf friedlichen Wege"
dar, doch ihre Aktivitäten der vergangenen Jahre zeigen,
dass die Taschnak wie eine Terrororganisation gehandelt hat.
Die
Terrororganisation "Gerechtigskeitskommandos des armenischen
Genozids" wurde von der Taschnak gegründet. Der
Name dieser Organisation wurde später als "Armenische
Revolutionsarmee" geändert. Alle Verbrechen und
Bombenanschläge dieser Organisation wurden von der Taschnak
geplant. Doch die Terrororganisation der Taschnak unterscheidet
sich von der ASALA in einem Punkt. Die ASALA macht bei ihren
Anschlägen keine Unterschiede zwischen Türken und
anderen Staatsangehörigen. Die Terrorgruppen, die nach
den Anweisungen der Taschnaks handeln, verfolgen nur ein Ziel,
nämlich Türken bzw. türkische Botschafter zu
ermorden.
Nach
der Mordtat an den türkischen Generalkonsul in Los Angeles
im Jahre 1982 erklärte die Terrorarganisation "Gerechtigkeitskommandos",
ihr einziges Ziel seien die türkischen Diplomaten und
türkische Institutionen. Die ist der beste Beweis dafür,
dass diese Terrorgruppe eine Untergruppe der Organisation
Taschnak ist. Die gleiche Erklärung wurde auch infolge
des Angriffs der "Armenischen Revolutiosarmee" auf
den türkischen Botschafter in Lissabon wiederholt.
Taschnaks
haben sich im XIX. und XX. Jahrhundert mehr nach dem Westen
gerichtet und versucht die Öffentlichkeit im Westen zu
beeinflussen. Die Organisation Hindschak richtete sich mehr
nach Russland.
Die
Strategie der armenischen Terrororganisation wurde infolge
der Angriffe auf die türkischen Botschafter folgenderweise
dargestellt:
"Es
gibt zwei Phasen um das endgültige Ziel dieser Befreiungsbewegung
zu erlangen. Die erste Phase ist die Gewährleistung der
Unterstützungspunkte. Dies wird als "inländische
Propaganda" genannt. Die zweite ist die Bekanntmachung
im Ausland, d.h. die Sympathie der Welt auf sich zu lenken.
Zumindest muss man sich darum bemühen, das Interesse
der Weltöfffentlichkeit auf sich zu ziehen. Dies hingegen
bedeutet mit anderen Worten " Es ist die Zeit für
die Demonstrationen..."
Die
Eigenschaften der Taschnak werden von Varanchijan, dem Historiker
der Partei Taschnak, mit folgenden Erklärungen dargestellt:
"Vielleicht
hat keine andere revolutionäre Partei -nicht einmal die
russische Nazodovoletz und italienische Carbonaries, die sehr
viele Erfahrungen in terroristischen Aktionen hatten und die
vor nichts zurückhielten- solch respektlose Terroristen
wie die Taschnak ausgebildet. Hunderte von bewaffneten Kämpfern
waren mit Bomben und Handscharen ausgerüstet und wurden
für die Rache ausgebildet..."
4.
Die Kongresse in in Wien und München
Während
des 22. Kongress der Partei Taschnak, der am 27. Dezember
1981 in Wien veranstaltet wurde, wurden folgende Beschlüsse
gefasst:
·
Das Ziel der Partei ist die Gründung eines vereinigten
und freien Armeniens.
·
Andere armenische Organisationen sind durch die Vermittlung
von politischen Komitees und der Ausübung von Druck auf
die Seite der Taschnak zu lenken.
·
Mit den westlichen Ländern sind engere Beziehungen zu
knüpfen.
·
Mit sowjetischen Armeniern sind Kontakte aufzubauen. Die armenische
Umsiedlung muss gestoppt werden.
An
dem Kongress in München im Jahre 1984 nahmen aus 15 Ländern
Parteivertreter teil und fassten folgende Beschlüsse
zusammen:
·
Um den armenischen Kampf bekanntzumachen, müssen neue
Kampagnen gestartet werden.
·
Es müssen verschieden friedliche und legale Wege eingeleitet
werden, um eine politische Lösung für den armenischen
Kampf zu finden. Zum Beispiel müssen im US-Kongress und
der UN-Menschenrechtskomission Kontakte zu diesem Thema aufgenommen
werden, damit der (angebliche) Völkermord an Armeniern
anerkannt wird.
Im
Anschluss an den Kongress hieß es in der veröffentlichten
Dekleration wie folgend:
"Die
Rechte der armenischen Völker müssen mit der Anerkennung
des armenischen Völkermordes von Seiten der Türkei
gewährleistet werden. Wir werden uns weiterhin für
eine Entschädigung der menschlichen, wirtschaftlichen
und kulturellen Verluste und für die erneute Gründung
des tausendjährigen armenischen Vaterlandes einsetzen..."
Die
Beschlüsse beider Kongresse sind hinsichtlich der Festlegung
der Themen, die als Propagandamittel der Taschnak genutzt
werden, von Bedeutung.
5.Ihre
Unterstützer und die Beziehungen
Die
Taschnak wird viel mehr von den USA und europäischen
Staaten unterstützt. Ihre Beziehungen basieren möglichst
auf keiner Kontakaufnahme zu den anderen Terrororganisationen.
Sie hat zu den verschiedenen Organisationen der genannten
Staaten Beziehungen. Ihre hauptsächlichen Unterstützungsquellen
sind die Kirchen und der Kirchenbund, sowie die "armenischen
Lobies" und "die Forschungszentrale".
6.Die
politischen Entwicklungen
Bis
zu den 70'ger Jahren wurden die Politiken der armenischen
Taschnak-Terrororganisation von der Gründung und Unabhängigkeitserlangung
der sowjetischen Armenier" fetsgelegt. Aus diesem Grund
wurden die Feindselikeiten gegenüber der Sowjetunion
vorrangiger. Gegen diejenigen, die sich für die sowjetischen
Armenier einsetzten und diese verteidigten, wurde ein grausamer
Kampf eingleitet. Der Grund für den Mord an dem Erzbischof
der armenischen Cross-Kirsche in New- York während einer
Weinachtspredigt durch einen Taschnak-Terroristen, war seine
Zustimmung für die Lage im sowjetischen Armenien.
Mit
der Auflösung der führenden Ämter und Stellen
in der armenischen Republik nach 1970 auf Grund von Tot und
anderen Ursachen, führte diese zu bedeutenden Veränderungen
in der Politik der Taschnaks. Sie richtete sich nur noch gegen
die Türkei und Türken. Im Jahre 1972 wurde die von
der Taschnak gegründete und organisierte Terrorgruppe
"Gerechtigkeitskommandos des armenischen Genozids"
eingesetzt. Die Zeitung Aztag Schapatorjag, das Propagandaorgan
der Taschnaks, gab mit der Aussage "der letzte Weg und
Ausgangspunkt der zeitgenössischen Befreiungskämpfe
ist der Terrorismus" die Methode der neuen Periode bekannt.
Doch
der Anschlag auf dem türkischen Botschafter in Lissabon
brachte der Taschnak kein Ansehen. Obwohl nach diesem Anschlag
der Name der Gruppe "Gerechtigkeitskommandos des armenischen
Genozids" als "Armenische Revolutionsarmee"
geändert wurde, wurde diese Namensänderung kein
Retter für die Taschnaks. Der Taschnak-Attentäter
Susanjan wurde im Jahre 1984 festgenommen und verurteilt.
Vor allem dieses Ereignis beeinträchtigte die Politik
der Organisation Taschnak. Während dieser Periode verlor
die Taschnak die Unterstützung der amerikanisch-stämmigen
Armenier. Die Zeitung "Armenien Reporter" berichtete
in ihrem Artikel, dass die Taschnak-Partei von Armenier aus
dem Libanon und dem Ausland geführt werde und hilflos
gegenüber der Mehrheit sei, die den Terrorismus nicht
unterstütze.
Der
terroristische Flügel wurde geschwächt und es kam
zu Konflikten unter den Taschnakmitglieder, vor allem unter
den Verwaltern und Vorsitzenden der "Büros"
und "Zentralkomitees". Die Leitung der Organisation
hat sich in zwei Gruppen geteilt. Die mächtigen Männer
des "Büros", die Vertreter des Zentralkomitees
im Libanon sowie die Vorgesetzten wurden in Libanon ermordet
oder vermisst. Ende 1985 war nicht mehr die Rede über
eine Einheit in der Taschnak.
Zwei
Faktoren spielten eine wesentlich große Rolle an der
angelangten Situation der Taschnak. Der erste Faktor ist die
Veröffentlichung der Beziehungen zwischen den Taschnak-Verwaltrn
und den Geheimdiensten einiger Staaten. Dadurch stellte sich
heraus, dass diese Geheimdienste die armenischen Kirchen aus
einer Zentrale aus leiten wollten. Der zweite Faktor ist der
Kampf zwischen der ASALA und Taschnak. Die ASALA-Verwalter
verwendete für die Taschnak die Aussage: "Parasiten,
die das Blut der Armenier aussaugen und ihr Leben auslöschen".
7.Ihre
Presseorgane
Die
Organisation Taschnak wurde durch die armenischen Komitees
und Terrororganisationen, die im Bereich der Propaganda sehr
viele Erfahrungen hatten, unterstützt. Durch Kommunikationsmitte
wie die periodisch bzw. nichtperiodesich erscheinenden Zeitschriften,
gekaufte Radiosendungen, private Radios und Fernseh- und Videofilme
etc. erhielten sie die Möglichkeit, ihr Ziele, Bewegung
und Politik der Weltöffentlichikeit mitzuteilen. Sehr
viele Staaten haben diesbezüglich der Organisation Taschnak
unterstützt und der Oraganisation ihr Interesse entgegenbracht.
Die
wichtigesten Presseorgane der Taschnak in den USA waren "Hayrenik"
und "Asbarez", sowie die auf englisch veröffentlichte
"Armenian Weeky".
Obwohl
die Anzahl der Mitglieder dieser Organisation begrenzt ist,
ist es von Bedeutung, dass sie in Städten wie z.B. Paris,
Bukarest, Erivan und München 22 Weltkonferenzen veranstaltet
haben, die zum Propagande zur Verbreitung der Organisation
dienten.